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Berlin
Brandenburger Tor


am Pariser Platz

 

20. Jahrhundert
Erinnern Sie sich an den 9. November 1989, den Fall der Mauer in Berlin?
In Bildern aller Medien oder vielleicht selbst erlebt?

Seitdem ist das Brandenburger Tor nicht mehr nur Wahrzeichen für die politische Teilung Berlins in West und Ost infolge des zweiten Weltkriegs, es ist ebenso Wahrzeichen der deutschen Wiedervereinigung, zum Nationalsymbol der Einheit geworden. Und international bekannt.

 

Zum Objekt:

Auf Bauanweisung durch König Friedrich Wilhelm II. wurde es als Nachgängerbau am historischen Standort 1788 - 1791 errichtet.

Nach dem Architekturvorbild der Propyläen zur Akropolis, Athen,
als städtebaulicher, klassizistischer Abschluß der Prachtstrasse Unter den Linden erbaut.

Aus Elbsandstein mit einer Höhe von 26,5m, Breite 65,5m und Tiefe von 11m zeigt es 5 Durchfahrten, von denen die mittlere ehemals für die königlichen Kutschen benutzt wurde. Fussgänger durften nur ganz außen gehen.

1793 fertigte der Bildhauer Johann Gottfried Schadow die Quadriga, positioniert oben auf dem Tor über dem Attikarelief. Das Objekt trägt den Titel: "Zug der Friedensgöttin".

1806 Raub der Quadriga durch Kaiser Napoleon nach Frankreich,
1814 Rückführung derselben durch Generalfeldmarschall  Blücher.
Darauf Restaurierung in Berlin durch Arch. K. F. Schinkel, mit Ersatz der ehemaligen Lorbeerkranztrophäe durch mit preussischem Königsadler bekröntes Eisernes Kreuz. Damit verbunden wurde aus der "Friedensgöttin" eine "Viktoria", Siegesgöttin.

Seither Berliner Spitzname des Objekts: "Retourkutsche".


Von den ehemals 18 Toren aus der Zeit der Berliner Stadt-, Zoll- und Akzisemauer
ist es das letzte, noch erhaltene Stadttor Berlins.

 

Rituale der Gegenwart:

  • Das Gehen durch das
    Brandenburger Tor mit einem Wunsch der Vereinung von Personen oder zum Schutz vor Trennung von Personen zieht Geschichte und Mythos ins Persönliche
     
  • Ort friedlicher Großveranstaltungen
  • Ein "MUSS"-Ort für jeden Berlinbesucher

 

Besonderer Ort:

Raum der Stille
im Brandenburger Tor


 

Berlin feierte im Jahr 2012
seine 775jährige Geschichte.

Die Geschichte begann 1237 im kleinen Handelsplatz auf der Spreeinsel, aus dem die Millionenmetropole unserer Tage erwuchs.
Kunst, Kultur und Prachtentfaltung, Aufbau, Umbau, Abbau diverser Bauwerke, Krieg und Frieden, Hunger und Krankheiten, nichts fehlte in dieser langen Geschichte...
In der Stadt bieten sich viele Gelegenheiten in Ausstellungs- und Museumsbesuchen individuelles Interesse am Fortgang jeder Epoche zu vertiefen.


Mauern mit Toren darinnen kennt Berlin von Anfang an. Stadttorregularien beginnen, wenn man sich befestigt. Hinein und Heraus muss man können, um zu leben.

Der Platz hüben und drüben des Brandenburger Tores war ein Mittelpunkt der Weltenwende aller Torgänger. Sei es in Friedenszeiten angesichts ziviler, geregelter Benutzung gemäß Vorschrift, wer durch welchen Durchgang geht/fährt, sei es in der Zeit des Kalten Krieges des 20. Jahrhunderts mit Aussichtsplätzen im Westen und Sperrzone im Osten. Bis hin zu eben diesem 9. November 1989, als Berliner oben auf der Mauer standen.

 

Als ein Geschenk der Amerikaner an die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wurde am 2. Juli 1998 die unten gezeigte Skulpturengruppe von der amerikanischen Künstlerin Veryl Goodnight am Alliiertenmuseum Berlin in Berlin-Zehlendorf, Clayallee, aufgestellt. Das Denkmal gilt als Anerkennung von Freiheit und trägt den Titel


"Der Tag an dem die Mauer fiel/
The Day The Wall Came Down".


Anders als die Quadriga beinhaltet die Skulpturengruppe keine "hohe Frau", keine(n) Wagenlenker(In), und die Pferde tragen auch keine sichtbaren Flügel (Pegasusmotiv).
Jedoch deutet die Skulpturengruppe aus fünf wilden Mustangs, die über die Trümmer der Berliner Mauer springen und sich dann in die Richtung der Mitte Berlins wenden, eine Pferdstärke mehr Schubkraft an als die Quadriga von 1793. Was uns das wohl sagen mag?
Eine mögliche Interpretation mag ich Ihnen anbieten: Das zusätzliche Pferd könnte für die Summe an gewonnener Erfahrung aus dem Hin- und Her der Geschichte von 1793 bis 1990 in Sachen "Freiheit" stehen
...was meinen Sie?

 

LINKS

Museumsdorf Düppel,
Siedlungsgeschichte

Deutsches Historisches Museum,
ständige Ausstellung zur Deutschen Geschichte

 

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